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Wegen der "generellen Sperre des gesamten Sportverkehrs" zwischen den beiden deutschen Ländern konnten die DDR-Skispringer wieder einmal bei den BRD-Tourneepartnern nicht an den Start gehen. In Österreich komplettierte dann die DDR-Mannschaft die Springerfamilie und zeigte in Innsbruck und Bischofshofen vorzügliche Leistungen. 84 Springer aus 14 Ländern feierten gemeinsam das 10. Tournee-Jubiläum. Mit besonderer Freude wurden die ungarischen Skispringer empfangen. Diese waren nicht nur erstmals bei der Tournee dabei, sondern erstmals nach dem Kriege bei einer internationalen Auslandsveranstaltung. Deren Leistungen waren noch bescheiden, zeigten aber in den folgenden Jahren einen achtbaren Anstieg.
Ein versöhnlicher Wettergott hat sich nach vielen Jahren der Schneearmut wieder freundlich gezeigt. Schnee gab es in Hülle und Fülle. In allen vier Tourneeorten mußten die Skistadien vom Schnee ausgeräumt werden. Eine Arbeit, für welche die Präparierungsmannschaften keinerlei Praxis hatten. Es gab also Schneeprobleme mit umgekehrten Vorzeichen.
Die neugewählten Obmänner des SC Oberstdorf, Hans Lacher, und des SC Bischofshofen, Wastl Biechl, werden als Mitarbeiter im Tournee-Organisationskomitee begrüßt.
Die seit vier Jahren obligate Fernsehübertragung des Neujahrsspringens von Garmisch-Partenkirchen wird erstmals von der Eurovision übernommen und in fünf Länder direkt ausgestrahlt. Dies führte zu Protesten von verschiedenen - besonders skandinavischen - Skiverbänden, weil auf diese Weise die Veranstaltungen in den eigenen Ländern gestört wurden. Auch die FIS wurde eingeschaltet, die eigene Regeln betreffs TV-Übertragungen erstellte.
Um den ausländischen Sprungrichtern mehr internationale Einsätze zu vermitteln, verzichteten die deutschen Tourneeclubs auf den Einsatz von österreichischen Sprungrichtern und umgekehrt. Dieser Modus fand später bei den veranstaltenden Skiverbänden keine Gegenliebe, und es wurde der Sprungrichtereinsatz wieder nach Losentscheid vergeben.
Anläßlich der Skiweltmeisterschaften 1962 in Zakopane, POL, werden erstmals Groß- und Normalschanze verwendet, also es gibt zwei Skisprungweltmeister.
Das Jubiläum des 10. Tournee-Bestandes wurde anläßlich dieser Veranstaltungsreihe würdig gefeiert. Eine Festschrift mit der Vorstellung aller Partnerorte sowie die bisherigen Ergebnisse und Ereignisse wurde in ganz kleiner Auflage herausgebracht. Im Olympia-Festsaal von Garmisch-Partenkirchen fand die Jubiläumsfeier statt, welche von einer großen Anzahl der Behörden-, Sportverbands- und Firmenvertreter sowie von alten Skifreunden besucht wurde. Alle Festredner bestätigten die enorme Bedeutung der Tournee im Verlauf der vielen Jahre des Bestandes.
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