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Die IX. Olympischen Winterspiele 1964 in Innsbruck setzten auch für die Tournee in dieser Skisaison konkrete Vorzeichen. Keiner der Skiverbände ließ sich die gute Gelegenheit entgehen, anläßlich der Tournee die Innsbrucker Olympiaschanze kennenzulernen und zu erproben. Alles, was damals Rang und Namen hatte, ist bei dieser 12. Tournee dabeigewesen. Insgesamt wurden 94 Springer aus 16 Skiverbänden angemeldet. Die Bergisel-Schanze war voll ausgebaut. Alle Einrichtungen waren bereits installiert, und das neue Schanzenprofil nach dem Entwurf von Exskispringer und Oberstdorfer Freund Heini Klopfer wurde allseits gelobt. Mit 95,5 Metern setzte der Pole Przybyla einen bemerkenswerten Schanzenrekord in die Bahn. Damit wurde erstmals in der Skisprunggeschichte in einem Wettkampf so nahe an den kritischen Punkt (97 m), also weit über den Normpunkt herangesprungen, ohne daß beim Sportler irgendwelche Unsicherheit zu bemerken war. Als dann dieselbe Sprunglänge beim Olympiawettkampf von Veikko Kankkonen, FIN, nochmals erreicht wurde, konnte das Überspringen des Normpunktes als realistisch bestätigt werden. Die künftigen FIS-Regeln nahmen auf diese Erkenntnis Rücksicht.
Eine andere Erkenntnis für die FIS-Regeln bewirkte der Olympiawettkampf am Bergisel: Die Sprungrichtertürme sind viel näher zum P-Punkt heranzubauen, um den Sprungrichtern die Beurteilungen für unregelmäßige Landungen zu erleichtern.
Gemeinsam mit der neuerlichen Fernsehübertragung vom Innsbrucker Tournee-Skispringen wurde auch eine Vereinbarung mit der amerikanischen TV-Gesellschaft ABC abgeschlossen. Diese Beziehungen wurden später auch für die anderen Tourneespringen genützt und auf die dortigen TV-Übertragungen ausgedehnt. Die damit eingespielten Honorare waren eine wertvolle Stütze des überzogenen Veranstaltungsbudgets.
Neuerliche Versuche, das Tourneeprogramm mit Wettkämpfen in anderen Wintersportorten zu erweitern, veranlaßte die Partnerclubs, geeignete Statuten aufzustellen, worin der Umfang der Zusammenarbeit, die der gegenseitigem Verpflichtungen und alle äußeren Einflußnahmen klar umrissen wurden.
Die nationalen Skiverbände wurden eindringlich aufgefordert, die offiziellen Einladungsquoten nicht zu überziehen, weil das Teilnehmerfeld schon zu groß ist und andererseits das Veranstaltungsbudget ohnehin nicht mehr ausreicht.
Trotz anderslautender Regeln für die Olympia-Skispringen wurden bei den Tourneekonkurrenzen immer nur zwei Wertungsdurchgänge ausgeführt. Die Regeln verlangten damals drei Wertungssprünge, wovon die zwei besten Wertungen für das Ergebnis zählten. Dies besagte aber auch, daß jeder Durchgang gesondert bewertet wird und als Bewertungsgrundlage hierfür ein Mittel aus den fünf längsten Sprüngen dient.
Dem DSV und ÖSV wurde empfohlen, daß für die Einladungen zur Tournee allen Skiverbänden die Rückverpflichtungen für die eigenen Mannschaften auferlegt werden.
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