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Leider ist der Sportverkehr zwischen den beiden deutschen Ländern noch immer nicht ohne Schwierigkeiten. Das Tournee-Organisationskomitee konnte die Reibereien auf politischer Ebene nicht beeinflussen, hat aber wiederholt bewiesen, daß in Kreisen der Skispringer - im Gegensatz zu anderen Sportarten - eine freundschaftliche Annäherung sehr gut möglich ist. Objektiv sollte hier festgehalten werden, daß die Begegnungen mit den DDR-Skispringern von allen Tourneeteilnehmern - also auch von Skifreunden der BRD - gewünscht und in echter Freundschaft begrüßt wurden.
In der laufenden Skisaison 1964/65 reihen sich die norwegischen Skispringer Wirkola, Engan, Brandtzäg und Yggeseth mit Nachdruck in die Weltspitzenklasse ein.
Auch die Skispringer des TCH-Skiverbandes machten in dieser Saison einen ausgezeichneten Eindruck. Dalibor Motejlek fiel mit dem Schanzenrekord von 104,5 Metern in Bischofshofen auf. Ein Rekord, der für lange Zeit jedem Ansturm widerstanden hatte.
Anläßlich der im Rahmen der 13. Tournee angesetzten Tagungen des FIS-Sprungkomitees wurde festgestellt, daß sich die Tourneetermine und die Tourneeveranstaltungen besonders gut eignen, um Expertensitzungen abzuhalten.
Ganz nebenbei bemerkt soll ein Irrtum des Platzsprechers in Oberstdorf festgehalten werden, der ansagte: "Es folgt als nächster der SCO-Nachwuchsspringer Max Bolkart." Der Lokalmatador Max Bolkart ist aber nur noch als "Gaudi" beim Springen des eigenen Skiclubs in Oberstdorf an den Start gegangen und hatte aber schon ein Jahr zuvor seinen Rücktritt vom internationalen Skigeschehen erklärt.
IBM-Computer wurden bei allen vier Tourneekonkurrenzen eingesetzt. Eine Hilfe, welche insbesondere von den Journalisten und Reportern mit großer Begeisterung angenommen wurde. Die technische Durchführung dieser elektronischen Auswertung war damals noch besonders kompliziert, zumal die verwendeten Maschinen in Böblingen-Stuttgart aufgestellt waren und über das amtliche Telefonnetz mit acht Standleitungen gespeist wurden. In vier Presse-Informationen wurde die Betreuung der befreundeten Sportjournalisten durchgeführt. Der Erfolg dieser Arbeit war aus den örtlich angestellten Statistiken herauszulesen, die feststellten, daß über die Tourneeveranstaltungen mehr geschrieben und berichtet wurde, als über alle anderen örtlichen Ereignisse von Politik, Sport, Wirtschaft und Fremdenverkehr.
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