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Die großzügige Haltung der Tourneeorganisatoren veranlaßte wieder 15 Skiverbände insgesamt 95 Springer der Tournee anzumelden, um hier die Mannschaftsausscheidungen für die Skiweltmeisterschaften 1966 in Oslo zu treffen.
Schlechtes Wetter erbrachten überall Minusrekorde bei den Zuschauern. Bischofshofen war derart in Mitleidenschaft gezogen, daß die anderen Partnerclubs in einer S-20.000-Subvention ausgeholfen haben.
Nach einer 4jährigen Unterbrechung konnten die DDR-Skispringer auch an den Konkurrenzen in Oberstdorf und Partenkirchen wieder teilnehmen. Gemeinsam mit den heimischen Skiverbänden und dem Deutschen Sportbund wurde abgemacht, daß die Nennung jedes Teilnehmers mit dessen Skiclubzugehörigkeit in den offiziellen Listen und Ansagen festgehalten wird. Damit wird die Bezeichnung "DDR" vermieden und gleichzeitig aber auch die Keimzelle des Sportes - der Skiclub - hervorgehoben.
Weil aber ein übereifriger Grenzbeamter in Mittenwald seine Macht ins Spiel brachte, wurde der Tourneetroß für einige Stunden am dortigen Zollamt festgehalten. Die Visa-Eintragungen bzw. Bestätigung der Besatzungsbehörde in den Pässen der DDR-Teilnehmer fehlte und mußte erst nach unzähligen Telefonaten mit verschiedenen Behörden in Innsbruck bzw. München und Bonn nachgeholt werden. Einem unbedeutenden Grenzbeamten ist es damit gelungen, Sand in den neuaufgebauten und reibungslosen Deutsch-Deutschen Sportverkehr zu streuen und die Nerven der beteiligten Funktionäre anzuspannen. Erst zehn Minuten vor dem Springen konnten die involvierten Teams den Bergisel erreichen.
Als Partner im Fernsehvertrag für das Neujahrsspringen in Partenkirchen scheint noch immer der DSV auf, welcher sich aber andererseits weigert, irgendein Risiko für die Veranstaltungen zu übernehmen. Mit Nachdruck wird deshalb von der Tournee-Geschäftsführung darauf hingearbeitet, daß nach dem Vorbild in anderen Ländern - einschließlich Österreich - auch in Deutschland der jeweilige Organisator - also die Tournee - als TV-Partner auftritt.
Im Anschluß an eine gemeinsame Sitzung der FIS-Komitees für Tabellen und Skisprung am 13. August 1965 wird beim nächstfolgenden FIS-Kongreß beschlossen, die S-Wertung und die progressiven Tabellen aus den Regeln herauszunehmen.
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