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Die 15. Tournee war des Jubiläums würdig. Sie war die heimliche Weltmeisterschaft 1967, denn wer hätte sonst auch noch an den Start gehen sollen? Die gesamte Weltklasse war anwesend. Was auf den Tourneeschanzen gezeigt wurde, war Skispringen in höchster Vollendung. Daß die Schanzen sich - trotz häßlicher Witterungsverhältnisse - in so gutem Zustand präsentierten, und die Springer einen so prächtigen Rahmen vorfanden, war das Verdienst der vier Partner-Skiclubs. Diese verfügen über einen sehr gut eingespielten Organisationsapparat, der laufend durch neu hinzugekommene Nachwuchsfunktionäre ergänzt wird.
Erstmals waren auch japanische Skispringer bei der Tournee. Diesen Sportlern fehlte noch die notwendige Routine, denn bemerkenswerte Leistungen reichten immer nur für einen Sprung.
Außer den Ungarn und Rumänen waren alle Skiverbände vertreten, welche sich damals mit dem Skispringen befaßten.
Das österreichische Team hatte allen Grund zu strahlen, wenn man die untergeordnete Rolle in Vergleich zieht, welche diese Mannschaft in den letzten Jahren geboten hatte.
Noch selten haben die Springer des DSV eine so bescheidene Vorstellung geboten, wie in dieser Skisaison. Eine gewaltige Ausnahme bildete der Kombinierer Franz Keller, der im Spitzenfeld der Spezialspringer anläßlich der Tournee mitmischte.
Während dieser 15. Tournee fanden in Innsbruck wieder Tagungen der FIS-Komitees statt. Heini Klopfer hatte den Vorsitz beim Ausschuß für Schanzenbau, Gustl Berauer für Nordische Kombination, Hans Fuchs für Sprungrichterfragen und Sigmund Ruud für das FIS-Sprungkomitee. Gemeinsam mit dem OK Bergisel-Springen wurde nach den Sitzungen eine Pressekonferenz abgehalten.
Cortina, ITA, hatte für den 3. Jänner 1967 ein internationales Skispringen angemeldet und von der FIS bestätigt erhalten. Die zur FIS-Konferenz entsandten Vertreter des DSV und ÖSV haben dort die unlautere Terminfestsetzung verschlafen. In der Folge wird deshalb ein Mitglied des Tournee-Organisationskomitees die FIS-Tagungen besuchen und alle Maßnahmen gegen die Tournee zu schützen versuchen.
Jeder Partnerclub erhält eine eigene Farbe, welche für alle organisatorischen Unterschiede - wie etwa Ausschreibung, offizielles Papier u. dgl. - verwendet werden soll: SCO=rot, SCP=blau, SCI=gelb, SCB=grün.
Beim FIS-Kongreß 1967 in Beirut, LIB, bewarb sich der Tournee-Partnerort Garmisch-Partenkirchen um die Nordischen Skiweltmeisterschaften 1970 und zog nach dem ersten Wahlgang an siebter Stelle liegend die Bewerbung zurück. Vysoke Tatry, TCH, machte das Rennen um diesen organisatorischen Auftrag.
Erstmals wurde der Tournee-Orden in vier Leistungsstufen eingeführt, wobei der jeweilige Rang von 1-10 jedes Springens als Berechnungsgrundlage verwendet wird.
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