DSV ֓V FIS EON VIESSMANN
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Das Skistadion in Garmisch-Partenkirchen hat eine elektronische Anzeigetafel erhalten. Damit ist man einer Forderung der IWO, der beteiligten Journalisten und Teilnehmer sowie auch der Zuschauer nachgekommen. Wie es aber damals bei elektronischen Einrichtungen üblich war, konnte beim Neujahrsspringen die neue Anzeigetafel nicht eingesetzt werden, weil ausgerechnet das schadhafte Relais im Reservekasten nicht mitgeliefert war. Ohne daß er selbst etwas dazutun konnte, wurde der arme Skiclub-Obmann Toni Ostler wegen dieser Panne von allen Seiten angestänkert.

Die ganze FIS-Familie, welche sich zu dieser Zeit ernstlich mit dem Skisprungsport befaßte, war diesmal versammelt. 92 Springer aus 17 Skiverbänden konnten begrüßt werden. Viel zu viele, wie man feststellte, um den Stadionbesuchern die lange Wettkampfzeit zumuten zu können.

Unsere Statistik hat bisher nicht die konkreten Zahlen der Begleitpersonen registriert. Jede Mannschaft wurde zuerst von einem Leiter begleitet, der nach Möglichkeit die Befähigung eines Sprungrichters hatte. Später kamen dann zu jeder Mannschaft auch die Verbandstrainer hinzu. Die Teams werden jetzt durch die zusätzliche Entsendung von Ärzten und technischen Assistenten nun zwischen drei bis sechs Offiziellen erweitert.


Vom Tief des Vorjahres ausgehend, konnte man einen Fortschritt bei der Mannschaft des DSV feststellen. Es fehlte den Springern an der Beständigkeit, gute Positionen auszubauen und Rückstände aufzuholen. Dem neueingestellten Nationaltrainer Lojz Gorjanc, JUG, steht noch eine harte Arbeit bevor.

Fast 25 Springer bilden die Weltklasse und gingen wie hungrige Wölfe verbissen an den Start. Weder für die Tournee, noch für die Weltmeisterschaft in Vysoke Tatry, TCH, konnten echte Favoriten erklärt werden.

Erfreulich festzustellen waren die ausgeglichenen Wertungen der amtierenden Sprungrichter. Differenzen von 1,5 Punkten sind nur selten vorgekommen und krasse Notenunterschiede waren kaum zu bemerken. Allerdings vermißte man den Griff zur „19", der manchesmal sicher vertretbar gewesen wäre. Das Hochwerten der Springer des eigenen Landes hatte sich aber nicht mehr gesteigert.

Das Interesse für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen wurde so gesteigert, daß sich insgesamt 24 Fernsehstationen über die Eurovision der Übertragung zugeschaltet haben. Gemeinsam mit den Honoraren des TV-Überseeprogramms und den bescheidenen Zahlungen für den SCO, SCP und SCB konnten die Veranstaltungskosten gerade noch abgefangen werden.


Der Kostenvoranschlag für die nächste Veranstaltungsfolge mußte trotzdem in allen Belangen mit strengen Sparmaßnahmen ausgestattet werden, weil die zu erwartenden Einnahmen einfach nicht auslangten. Mit Nachdruck mußten neue Finanzierungswege für die Tournee gefunden werden. Alle Mitarbeiter in den Partnerclubs wurden aufgerufen, geeignete Vorschläge einzubringen.