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Wegen des Festabends zum 20jährigen Jubiläum am 29. Dezember 1971 in der Mehrzweckhalle (Olympisches Dorf) begann die Tournee am 30. Dezember 1971 in Innsbruck. Da war auch die beste Ausgangsposition vorhanden, weil der Schneefall vor Weihnachten die Schanzenpräparierung perfektionierte. Die gute Kanalisierung im Bergisel-Stadion verhinderte nach einem Dauerregen die Ruinierung der ausgezeichnet hergerichteten Anlage. Für die raschen Reparaturen wurde der notwendige Schnee vom Innsbrucker Flugplatz herangefahren.


In Bischofshofen hatten die Präparierungsmannschaften insofern große Schwierigkeiten, weil die Grundbesitzer im Ort einem Schnee-Abtransport nicht zustimmten. So mußte der erforderliche Schnee vom 25 km entfernten Mitterberg geholt werden.


Insgesamt - in allen vier Orten - waren dennoch 312 Autofuhren mit 4.250 m³ notwendig. Mit 113 Arbeitskräften wurden in 25 Tagschichten und 22.600 Arbeitsstunden die Schanzenpräparierungen erledigt. Eine Statistik, welche sich bei nicht ganz einwandfreien Verhältnissen alle Jahre im gleichen Umfang fortsetzt.


Bei den 739 Konkurrenzsprüngen mußten 48 Stürze verzeichnet werden, ohne daß schlimme Verletzungen vorgekommen sind. In dieser Zeit ein vollkommen normaler Sturzanteil - heute aufgrund der modernen Ausrüstung unvorstellbar.


Im Zuge der Bestrebungen für eine bessere und schnellere Pressebetreuung konnte die Firma Katzinger, Wien, für die Ergebnisauswertung mit Philips-Büro-Computer und die Firma Gestetner und Rotaprint für die Drucke gewonnen werden.


Der DSV hat den ständigen Forderungen nachgegeben, daß die direkte Partnerschaft zwischen den Fernsehgesellschaften und den mit viel Risiko belasteten Cluborganisationen hergestellt werden kann. Die Vereinbarung zwischen dem Organisationskomitee der Tournee und den heimischen TV-Gesellschaften konnte also abgeschlossen werden. Erstmals war es deshalb auch möglich, daß alle vier Tourneekonkurrenzen live über die Eurovision übertragen wurden. Wenn auch das hierfür ausgehandelte Honorar mehr als bescheiden war, so bedeuten die Fernsehsendungen doch eine ausgezeichnete Werbung für den Skisprungsport und für die Tourneeorte. Für das Zustandekommen dieser Verträge ist den damals sehr einsichtigen Funktionären des DSV, an der Spitze dem Präsidenten Fritz Wagnerberger, herzlich zu danken.


Vom FIS-Kongreß 1971 in Opatija, JUG, ist ebenfalls festzuhalten, daß Skiweltmeisterschaften alle zwei Jahre durchgeführt werden und die nächsten im Jahre 1974 für den alpinen Bereich mit 33 Stimmen nach St. Moritz, SUI, gegen 32 für Garmisch-Partenkirchen und für die nordischen Disziplinen mit 42 Stimmen nach Falun, SWE, gegen 17 für Garmisch-Partenkirchen vergeben wurden. Gleichzeitig wurde beschlossen, daß künftig in den ungeraden Jahren auch Weltmeisterschaften im Skifliegen abgehalten werden, wobei außertourlich, sozusagen als Jubiläumsgeschenk, bereits 1972 die 1. Skiflug-Weltmeisterschaften an Planica zugesprochen wurden.