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Der Aufstieg und das Absinken bis zur Bedeutungslosigkeit wurde in dieser Skisaison ganz eindrücklich demonstriert. In bunter Reihenfolge haben die Skispringer von Norwegen, Finnland, UdSSR, DDR, Japan, Tschechoslowakei und zuletzt von der Schweiz für Überraschungen und Spitzenplätze gesorgt. Das bei der Tournee stets hohe Niveau wurde durch die geschlossene Mannschaftsleistung der österreichischen Skispringer in diesem Jahre überraschend gesteigert. Der verantwortliche Trainer Baldur Preiml ist nicht nur zur vorbildlichen Trainerpersönlichkeit herangewachsen, sondern nimmt den Aufbau seiner Schützlinge in allen wissenschaftlichen, sportmotorischen und technologischen Bereichen sehr ernst. Sicher waren seine Vorgänger Bubi Bradl, Max Golser und Ferdl Wallner am Aufstieg des österreichischen Wunderteams stark beteiligt. Preiml allein war jedoch dafür verantwortlich, daß Langzeittests bei den Sprungskiern, bei den Schuhen und vor allem bei den Springeranzügen zu positiven Erfolgen führten. Der revolutionierende Umbruch wurde mit neugestalteten Kneissl- und Fischer-Skiern und dem Anzug von Sepp Reinalter eingeleitet. Der Tüftler Preiml ließ aber auch nebensächlich erscheinende Erzeugnisse wie Schuhe, Skibelag, Brillen u. v. a. m. nicht unbeachtet und verbündete sich mit den einschlägigen Industrieexperten. Sein Erfindertrieb war letztlich für den kometenhaften Aufstieg des Skispringens und für die Sicherheit bei den Aktiven in allen Verbänden ausschlaggebend.
Ermöglicht wurde diese Entwicklung vom Österreichischen Skipool, der seit 1971 für den alpinen Skisport besteht und jetzt auch für die Skispringer ein eigenes, verhältnismäßig beachtliches Budget zur Verfügung stellt.
Selbstverständlich führten die verschiedenen Ausrüstungen und Geräte zu unzähligen Protesten. Hauptsächlich am Saisonbeginn, also bei den Tourneeveranstaltungen wurden diese Zwistigkeiten ausgetragen.
Durch die Intensivierung des Trainings und die Ausdehnung auf Kunststoffmattenschanzen sind auch die Bedenken abgeschwächt, welche bisher immer wieder gegen die Intersport-Springertournee eingebracht wurden. Die kurzfristige Vorbereitungszeit für die schwere Tourneeprüfung, der Saisonbeginn auf den großen Schanzen der Partnerclubs, die Reisestrapazen - um nur an die hauptsächlichen Kritiken zu erinnern - hatten jetzt keine Bedeutung mehr. Der stets reibungslose Verlauf ist ein Beweis für die Berechtigung, im FIS-Terminkalender einen festen Platz für die Tournee zu sichern.
Oberstdorf wird vom DSV zum Olympia-Stützpunkt für den Skisport nominiert.
In Innsbruck wurde die neue Bergisel-Schanze in Betrieb genommen. Neben der Vergrößerung von K 97 auf K 104 Meter war die Errichtung eines neuen Sprungrichterturmes und des Beton-Anlaufturmes bemerkenswert. Als Weltneuheit wurde eine stufenlos verstellbare Anlaufbühne installiert, welche von beliebiger Höhe eine geradlinig einzufahrende Anlauflänge ermöglicht.
Neuerlich waren 53 Fernsehstationen an die vier Tourneeveranstaltungen angeschlossen, die mit jeweils 100 Minuten Sendezeit über die Skispringen berichteten und damit eine gute Werbung für den Sport, aber auch für die Wintersportorte und die Sponsoren ermöglichte.
Unter der Regie des SCP mit Franz Rappenglück und Toni Ostler bekommt Garmisch-Partenkirchen vom FIS-Kongreß 1975 den Auftrag zugewiesen, die Alpinen Skiweltmeisterschaften 1978 durchzuführen. Die mit der Bewerbung verbundenen Anstrengungen haben sich nach einigen früher vergeblichen Versuchen diesmal gelohnt.
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