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Das Veranstaltungsbudget platzt aus allen Nähten und erreicht einen Aufwand von einer 3/4 Million DM. Deshalb werden strenge Sparmaßnahmen in allen Referaten der Tourneeorganisation angesetzt. Als eine sehr willkommene Sonderleistung von Intersport wird die Übernahme des Berechnungsdienstes aufgenommen, der mit IBM-Bürocomputer durchgeführt wird. Damit konnte ein Loch im Organisationsetat gestopft werden. Die bisherige Hilfe der Firma Katzinger, Wien, mit den verwendeten Philips-Geräten wurde ganz plötzlich abgesagt.

In Oberstdorf wird der Wettkampf nach dem ersten Sprung abgebrochen, ohne daß diese Juryentscheidung gemeinsam mit dem Rennleiter abgesprochen und ordnungsgemäß beschlossen wird.

Vereiste Straßen und Sauwetter behindern den Überstellungstransport von Oberstdorf nach Garmisch-Partenkirchen. Man benötigte statt der üblichen Fahrzeit von maximal zwei diesmal fünf Stunden. Damit kam auch die ganze Empfangsorganisation des SC Partenkirchen stark ins Wanken.

Die Schanzenprofile in Partenkirchen und Innsbruck werden insofern korrigiert, daß beide Tischkanten um zwei Meter zurück und um einen halben Meter angehoben werden. Diese Maßnahmen sollten die Bestimmungen für Anlauflängen unterstützen, weil im Vorjahr auf beiden Schanzen der niedrigste Einstieg schon nicht mehr ausreichte.

In Innsbruck wollte die Stadt und die Landesregierung den bisherigen Präparierungsmodus mit einer Pauschalsubvention auf die Skiclubs abwälzen. Auf diese Weise wäre jede Momenthilfe des städtischen Bauhofes ausgeschaltet und die Verantwortung der ehrenamtlichen Mitarbeiter wesentlich erschwert worden. Überzeugende Einsprüche verhinderten den Plan der Präparierungsübergabe.

In Bischofshofen wird in der "Wielander Hauptschule" das neue Pressezentrum installiert, nachdem im bisher verfügbaren "Arbeiterheim" die Räumlichkeiten nicht mehr entsprochen haben. Gleichzeitig wird seitens der Mannschaften nachdrücklich die Errichtung eines Anlaufturmes verlangt, zumal eine regelrechte Entscheidung für die Anlauflänge auf dem sehr flachen Naturanlauf nicht möglich erscheint.

Die österreichischen Erfolge in den vergangenen Skisaisonen wirken sich in der Breiten- und Nachwuchsarbeit sehr positiv aus. Es ist jetzt eine erfreuliche Leistungsdichte festzustellen. Cheftrainer Preiml wird vielseitig in seinen Reformierungsbestrebungen unterstützt. Seine Forderung nach einem professionellen Springerbetrieb konnte aus budgetären Möglichkeiten nicht entsprochen werden, weshalb dann der ÖSV-Nationalkader auf sieben Springer gekürzt wurde. Namen wie Pürstl, Federer, Wallner wurden ins B-Kader versetzt, was wieder enorme Anstrengungen im Trainingsumfang und Leistungswillen hervorgerufen hat. Nachdem der "Schwebeanzug" von Sepp Reinalter bisher nur an die Österreicher ausgegeben wurde, sind solche Anzüge "nachgebaut" worden und haben sich als Allgemeingut im Lager der Skispringer verbreitet. Der leistungsmäßige Ansturm der DDR-Springer war nicht einzubremsen. Mit Buse, Weber, Glass, Eckstein und Duschek entwickelte sich ein ganz junges Team, welches künftig die Ergebnislisten anführte.

Mit Alfred Grosche führt ein erfahrener Springer die Sieben-Mann-Nationalgruppe des DSV an. Darüber hinaus setzt Trainer Helmut Kurz auf den Aufstieg des Oberstdorfer Peter Leitner als künftigen Siegspringer.


Die Einmannteams der Schweiz mit Walter Steiner, von Norwegen mit Johan Saetre und die Finnen mit Yliantilla und Törmänen sind immer für eine breite Führungsposition gut. Die TCH-Springer sind im Neuaufbau verstrickt und von den ehemaligen sowjetischen Leistungsträgern ist weit und breit nichts zu bemerken.

Beim FIS-Kongreß 1977 in Bariloche, ARG, wird beschlossen:

a) Sturzhelmpflicht,

b) elektronische Weitenmessung darf nur mit Druckstreifen verwendet werden,

c) Schanzen mit Schleuderanlauf können probeweise verwendet werden,

d) Gruppe I=schlechteste Gruppe.