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Ein Skispringen zu gewinnen wird immer härter, meist trennen nur Zehntelpunkte die Bestplazierten. Die Vorbereitung bis zum Wettkampf, wo es auf die Höchstform ankommt, erfordert harte Knochenarbeit. Dazu ist es auch erforderlich, ausgeklügelte Konzentrationsübungen durchzufahren, um sich nicht von der Konkurrenz fertig machen zu lassen.
ÖSV-Trainer Golser wie auch DSV-Trainer Roscher finden nicht den Weg zur konstanten Spitzenleistung ihrer Springer und werden stark kritisiert. Das Wunder der "Leichtgewichtler" wird wissenschaftlich untersucht und gleichzeitig die "Schmalen" Weißflog, DDR, Nykänen, FIN, Vettori, AUT u. a. zu Favoriten gestempelt. Durch Verletzungen und Studium verhindert, versucht Toni lnnauer einen neuen Anlauf als Kombinierer bei den Österreichischen Skimeisterschaften.
Das verwendete Skisprungmaterial und die Geräte haben sich in den vergangenen Jahren total verändert. Skier, Schuhe, Helm, Brille und Anzug sind in neuem Material und in geänderten Formen in Verwendung.
Die Bestrebungen, mit dem Skispringen in die Großstädte zu ziehen, werden verstärkt. Der Leninhügel in Moskau, der Olympiapark in München oder die Himmelhofwiesen in Wien sollten mit Sprungschanzen ausgebaut werden, um Skisprungveranstaltungen an die Zuschauermassen heranzubringen. Alle diese Projekte sind wegen der hohen Kosten und ungenügender Initiativen ins Wasser gefallen. Gleichzeitig mit dem WIGE-DATA-Berechnungsdienst wird AB-DICK für die Ausdrucke der Wettkampflisten und Ergebnisse gewonnen, welche mit Offset-Schnelldruckmaschinen den gestellten Anforderungen in allen Belangen gerecht wurden.
Verbessert wurde in diesem Zusammenhang auch die strenge Kontrolle der gesamten Ergebnisauswertungen seitens der Skiclubs.
Bei Intersport Deutschland vollzieht sich ein personeller Wechsel. Als neuer Direktor wird Hans Carl von Schönberg-Pötting vorgestellt, der den allseits hochgeschätzten Hans Martin Andree ablöst. Mit H. M. Andree und seiner charmanten Gattin verliert die Tournee einen großherzigen Gönner und Förderer, welcher später auch in seiner Zeit als Rentner weiterhin gute Ideen als stiller Mitarbeiter in die Tourneeorganisation einbrachte.
In Bischofshofen wird das Schanzenprofil modernisiert. Dazu werden am Aufsprung bescheiden erlaubte Erdbewegungen durchgeführt, der Schanzentisch um fünf Meter gekürzt und auf 6,5 Meter verbreitert sowie dort auch Geräte- und Aufenthaltsräume geschaffen. Ein Aufwand von 3 Mio. Schilling und zusätzlich 1.500 freiwillige Arbeitsstunden der Clubmitglieder.
Wegen der wiederholten Beanstandungen bei der Weitenmessung wird ein Austausch der routiniertesten Kampfrichter als Weitenmesser zwischen den Partner-Skiclubs eingeführt. Jeweils acht Funktionäre (ein Kleinbus) sind vom SCO und dem SCI sowie vom SCP mit dem SCB ausgetauscht worden.
In Garmisch-Partenkirchen wird das Pressezentrum in das hierfür voll ausgebaute und eingerichtete Kongreßhaus verlegt. Die Journalisten konnten einen dafür eingesetzten Pendelverkehr nach Garmisch benützen. Nur einige Agentur-Korrespondenten sowie die Fotoreporter verblieben - wie bisher - im Skistadion. Der gutgedachte Versuch scheiterte am Zubringerverkehr, denn in total verstopften Straßen nach dem Skispringen machte auch die ausgeklügelte Verkehrsplanung nicht mehr mit. Einige Journalisten kamen deshalb viel zu spät an ihre Arbeitstische. Deshalb mußte man in Zukunft wieder mit den raumbegrenzten Einrichtungen im Skistadion vorlieb nehmen.
Innsbruck wartete mit einer Neuerung auf: Um den Trainern und Springern die laufend geänderte Rangliste vorzustellen, wird vor der Trainertribüne und im Teilnehmersektor am Auslauf eine Reihungstafel aufgestellt, welche fortlaufend Rangfolge und Startnummer abzulesen gestattet. Damit sollte es rasch möglich sein, die 50 Rangbesten für die Teilnahme am Finaldurchgang zu informieren.
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