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Das Tourneebudget ist auf 1,5 Millionen DM angewachsen. Es wird nun sehr schwer, die erforderlichen Mittel für die gestellten Anforderungen aufzutreiben. Die bisher angewendete These der Drittelteilung zwischen den Fernseh-, Sponsoren- und Zuschauer-Einnahmen stimmt nicht mehr. Es müssen verstärkte Werbeeinnahmen eingeleitet werden, was jedoch durch die bestehenden langfristigen Verträge nahezu unmöglich ist. Es müssen aber auch ganz strenge Sparmaßnahmen ergriffen werden, damit die Tourneeveranstaltungen weiterhin ohne Eingriffe in die Clubkassen und damit auch in die Vereinsstatuten über die Runden kommen.
WIGE-DATA hat eine Aufstellung der Dienstleistungskosten und der Gerätemieten zur Kenntnis gebracht. Nicht weniger als 1/2 Million DM sind diese Hilfen in der Partnerschaft zu beziffern.
Die in den letzten Jahren verwendeten Funktionärsabzeichen wurden im slowenischen Ljubljana erzeugt und mittels Boten über die Grenze gebracht. Diese Art der Auslieferung ist aufgeflogen und die Verantwortung des Zollvergehens wurde vom Tournee-Geschäftsführer übernommen. Trotz weitgehender Nachlässe des österreichischen Finanzministers war die Strafe in sechsstelligen Schillingbeträgen zu entrichten.
Mit Kodak kam eine neue Hilfsfirma zur Tournee, welche die Lichtbildausweise für alle Teilnehmer herstellte.
268 Reporter berichteten über die Tournee-Ereignisse in hervorragender Weise (SCO 159, SCP 135, SCI 142, SCB 101). Gleichzeitig waren 59 Fernseh- und 57 Radiostationen direkt an der Berichterstattung angeschlossen (SCO 10+10, SCP 22+8, SCI 13+12, SCB 13+7).
Hier sollte auch einmal vorgetragen werden, wie sich die Organisationsfunktionäre in den Skiclubs zusammensetzen: 128 geprüfte Kampfrichter, 729 Mitarbeiter mit guten Berufserfahrungen sowie 379 Kassierer und Ordner ergeben einen Mitarbeiterstab von 1.236 Funktionären, welche über 20.000 freiwillige Arbeitsstunden erbrachten. Dazu muß hervorgehoben werden, daß diese Mitarbeit im Tourneegeschehen überall ehrenamtlich geschieht und lediglich ein Anerkennungsgeschenk in Form von Gebrauchsgegenständen (z. B. Handschuhe, Rucksack oder Reisetasche) mit einem Wert von ca. DM 30,- die Freundschaftsarbeit unterstreicht.
Die Chronik soll keine Laudatio auf einzelne Funktionäre und Mitarbeiter sein, sie soll nur aufzeigen, was Gedanken und schöpferischer Wille zustandebringen. Wer je an diesem großen Werk der Tournee mitgemacht hat, dem stand stets die Aufgabenstellung vor der Person.
Das Große des Jubiläums der Tournee sind die Leistungen in allen Aktionen. Nicht der Drang des einzelnen, zu glänzen und im Rampenlicht zu stehen, waren je die Beweggründe der Mitarbeit, sondern das Bewußtsein, dem Skisport und dem Skiclub gedient zu haben.
Die Nordischen Skiweltmeisterschaften 1987 wurden dem SC Oberstdorf übertragen. Damit rückt auch die Tournee im verstärkten Maße in den Blickpunkt des skisportlichen Weltgeschehens. Die technischen Einrichtungen waren in Oberstdorf für diese Weltmeisterschaft einwandfrei vorhanden. Das Skistadion wurde vervollständigt durch den Ausbau des Clubhauses mit Geräte- und Aufenthaltsräumen, durch die Errichtung einer Tribüne und eines Presse-Sub-Zentrums. Der routinierten Organisation des SC Oberstdorf ist es ausgezeichnet gelungen, das Publikumsinteresse für den nordischen Skisport anzufachen. Mit Freude kann auch festgestellt werden, daß dieses Interesse auch bei den folgenden Tournee-Skispringen erhalten blieb und seither ein vollbesetztes Skistadion garantiert.
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