DSV ֓V FIS EON VIESSMANN
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Am 17. Mai 1952 - anläßlich eines Nachtspringens von der mit profisorischen Flutlicht ausgestatteten Sprungschanze auf der Seegrube oberhalb von Innsbruck – kamen folgende Skifunktionäre zur Tournee-Gründungsversammlung zusammen:


Skiclub Partenkirchen: SEPP HARTL, FRANZ RAPPENGLÜCK


Skiclub Bischofshofen: ANDI MISCHITZ, FRED TRIEBNER


AGIS Innsbruck: TONI GLOS, EMMERICH-PUTZI PEPEUNIG.


Es wurde dabei ein ganz bescheidenes Veranstaltungsbudget und das Programm für die Skisaison 1952/53 beschlossen.


Um einen paritätischen Ausgleich in der Partnerschaft zwischen den beteiligten Skiverbänden von Deutschland und Österreich herzustellen, sollte der SC Partenkirchen einen weiteren bayrischen Skiclub auswählen, welcher als vierter Partner in die Springertournee aufzunehmen wäre. In enger Wahl standen Berchtesgaden, Oberammergau und Füssen. Diese Orte verfügten über moderne Sprungschanzen und hatten ein eingespieltes Organisationsteam. Weil aber die Zuschauer-Einzugsgebiete jenen der Gründerclubs gleichkamen, mußte auf eine Zusammenarbeit mit den genannten Wintersportorten verzichtet werden.


So ist dann dem ursprünglich vorgetragenen Plan – mit dem Skiclub Oberstdorf in Verbindung zu treten – der Vorzug gegeben worden. Alle Gründerclubs waren sehr zufrieden, als die zuerst ablehnende Haltung der Skifreunde Oberstdorf schließlich dem gemeinsamen Marschweg zugestimmt haben. Eine Zusammenarbeit mit den Skiexperten und Organisatoren von zwei mustergültig abgewickelten Skiflugwochen 1951 und 1952 war für die Gründerclubs eine hohe Auszeichnung. Mit der Oberstdorfer Zusage wurde eine neuerliche Organisationsbesprechung erforderlich, welche dann am 14. Dezember 1952 im Posthotel zu Partenkirchen zur Durchführung kam. In die Riege der Gründer müssen deshalb vom


Skiclub Oberstdorf: ALFONS HUBER und XAVER KAISER


aufgenommen werden. Die Geschäftsstelle wurde an Innsbruck übertragen, und von dort aus sind alle gemeinsamen Einladungen, Meldungen und der Tourneeschriftverkehr erfolgt.


Bescheiden war der Anfang. Die ganze Administration wurde in der Wohnstube des Geschäftsführers Putzi Pepeunig durchgeführt. Die ausgehenden Poststücke mußten aus Ersparnisgründen dem Tiroler Landes-Sportamt zur Vergebührung übergeben werden. Damit waren wenigstens die nicht unbeträchtlichen Portospesen unter Dach. Alle Abmachungen zwischen den Tournee-Partnerclubs wurden per Handschlag und ohne Niederschrift getroffen und stets wortgetreu eingehalten. Leider fehlen deshalb die erforderlichen Unterlagen, um die Chronik lückenlos erstellen zu können. Ausgezeichnet waren die Begeisterung und Freundschaft, welche die Mitglieder der Partner-Skiclubs zeigten. Es war ein schwerer Anfang voller freiwilliger Bereitschaft, welche in den vier Jahrzehnten der Tournee noch immer eisernen Bestand hat. Die Anstrengungen haben sich schon aus diesem Grunde gelohnt.